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TU Berlin

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Forschungsprojekte

Aktuelle Forschungsprojekte
„Techniken und Praktiken der Zusammenarbeit in transnationalen Projekten der Softwareentwicklung“
DFG-Projekt (2013-2016)

Projektmitarbeiter: Ingo Schulz-Schaeffer, Matthias Bottel, Melike Sahinol, Anna Proc

Kurzbeschreibung:
Angesichts einer zunehmenden Transnationalisierung von Arbeit gewinnt die Frage der Strukturierung der Zusammenarbeit in transnational verteilten Arbeitszusammenhängen wissenschaftlich wie gesellschaftspolitisch an Bedeutung. Zusammenarbeit in räumlich verteilten Arbeitszusammenhängen ist im Zeitalter der Informationstechnologie immer auch technisch vorstrukturierte Zusammenarbeit. Die bisherige sozialwissenschaftliche Forschung hat diesen Aspekt bislang wenig aufgegriffen und sich stattdessen vornehmlich auf die Auswirkungen transnationaler Arbeitszusammenhänge auf Arbeitsbedingungen, Tätigkeitsfelder und Qualifikationsanforderungen konzentriert. Dieses Forschungsdesiderat greift das vorliegende Projekt auf und fragt nach dem Zusammenspiel zwischen technisch vorstrukturierten Abläufen der Zusammenarbeit in transnationalen Teams und den professions-, organisations- und kulturspezifischen Arbeitspraktiken der Beteiligten. Ziel des vorliegenden Forschungsvorhabens ist es, die technische Institutionalisierung sozialer Strukturen der Zusammenarbeit in transnationalen Arbeitszusammenhängen empirisch zu untersuchen. Technische Institutionalisierung wird dabei konzipiert als ein Zusammenhang von zwei Formen der Objektivierung von Arbeitsstrukturen und Arbeitsabläufen: deren Objektivierung in den technisch implementierten Standards und Verfahrensabläufen der verwendeten technischen Mittel der Arbeitsunterstützung und -koordination; und deren Objektivierung in Form von Arbeitspraktiken. Dies soll anhand transnationaler Projekte der Softwareentwicklung empirisch untersucht werden. Die durch die und im Zusammenhang mit der informationstechnischen Infrastruktur entstandenen Möglichkeiten der Ver- und Auslagerung von Prozessen und Tätigkeiten werden in besonderem Umfang im Bereich der eWork (bzw. Telearbeit) genutzt. Dort sind es in besonderem Maße IT-Dienstleistungen (informationstechnologische Dienstleistungen), die ver- bzw. ausgelagert werden. Und im Bereich der IT-Dienstleistungen sind es in beträchtlichem Umfang Tätigkeiten der Softwareentwicklung, die zum Gegenstand der Ver- bzw. Auslagerung werden. Dies gilt insbesondere auch für Ver- bzw. Auslagerungen über Landesgrenzen hinweg. Für die Untersuchung transnationaler Arbeitszusammenhänge bilden transnationale Projekte der Softwareentwicklung damit einen besonders geeigneten Forschungsgegenstand.
„Szenarien als kognitive Orientierungsmuster in Technikgenese und Technikgestaltung (SKOTT)“
DFG-Projekt (2011-2015)

Projektmitarbeiter: Ingo Schulz-Schaeffer, Martin Meister, Nils Kubischok, Anna Herwig

Kurzbeschreibung:
Programme und Projekte der Entwicklung neuer Technologien wie auch deren prospektive Folgenabschätzung beruhen in beträchtlichem Maße auf Zukunftsvorstellungen. Zukunftsvorstellungen grundlegender technischer Neuerungen werden üblicherweise als Visionen bezeichnet. Szenarien im hier verwendeten Begriffssinn sind Darstellungen, die beschreiben, wie die mögliche zukünftige Wirklichkeit solcher Visionen konkret aussehen könnte. Technikbezogene Zukunftsvorstellungen gelten als Mittel (1) der forschungspolitischen Mobilisierung von Akteuren und Ressourcen, (2) der Handlungsorientierung in der Technikentwicklung und (3) der prospektiven Technikbewertung und -gestaltung. Während die Forschung sich bislang auf die Bedeutung von Visionen konzentriert hat, untersucht das Projektvorhaben die kognitive Orientierungswirkung von Szenarien in diesen drei Hinsichten. Damit ist das konzeptionelle Forschungsziel verbunden, Szenarien als integratives Werkzeug zu evaluieren, mit dessen Hilfe sich die deskriptive Analyse der Technikgeneseforschung und die normative Perspektive der Technikfolgenabschätzung wechselseitig aufeinander beziehen lassen. Diese Fragen werden am Fall des Ubiquitous Computing empirisch untersucht, einem Technologiefeld, dessen Zukunftsvorstellungen von Anbeginn an in Form von Visionen und von Szenarien formuliert wurden. Den empirischen Kontrastfall bildet die Nanotechnologie, die durch ein breites Spektrum von teils sehr weitreichenden Visionen gekennzeichnet ist, ihre Zukunftsvorstellungen jedoch nur in geringem Maße in Form von Szenarien ausdrückt.

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