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TU Berlin

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Laufende Forschungsprojekte
Lokative Medien: Inklusion und Exklusion in öffentlichen Räumen (LoMIER)
Projektmitarbeiter: Ingo Schulz-Schaeffer, Eric Lettkemann, Nina Meier, Johanna Weirauch

Teilprojekt des DFG-Sonderforschungsbereichs 1265: „Re-Figuration von Räumen“ (2018-2021)

Ziel des Projekts ist es, neue Formen alltäglicher Raumkonstitution unter den Bedingungen der gegenwärtig erfolgenden cyber-physischen Verschmelzung von materiellen und virtuellen Kommunikationsräumen zu untersuchen. Diese Verschmelzung ist das Resultat einer neuen Softwaregeneration von Smartphone-Apps, die als lokative Medien bezeichnet werden und standortbezogene Informationen aus virtuellen Räumen mit topographischen Räumen der Face-to-Face-Kommunikation verbinden. So erweitern etwa Spiele-Apps den materiellen Raum um virtuelle Geschöpfe und Gegenstände, oder ein mobiler Empfehlungsdienst zeigt in seiner App ein in der Nähe liegendes Restaurant mitsamt Speisekarte an. Der Einsatz lokativer Medien hat zur Folge, dass sich Orte des Zusammenlebens nicht mehr für alle Anwesenden gleich darstellen, weil sich die Raumkonstitution nun auf zusätzliche digital repräsentierte Elemente stützt, die nur für die Nutzer/-innen spezifischer Apps erfahrbar sind. In der Literatur werden zwei Effekte kontrovers diskutiert, die mit der zunehmenden Verbreitung und Nutzung lokativer Medien im öffentlichen Raum einhergehen können: auf der einen Seite die Entstehung inkludierender Begegnungsorte, auf der anderen Seite die Entstehung exkludierender Rückzugsorte. Das vorliegende Forschungsvorhaben knüpft an dieses Forschungsdesiderat an und fragt, unter welchen sozio-technischen Bedingungen mit der Entstehung neuer Inklusionschancen oder mit verstärkter sozialer Exklusion zu rechnen ist und welche neuen relationalen Anordnungen zu Räumen sich physisch-materiell und sozial bei der Nutzung lokativer Medien beobachten lassen.    

Unabhängigkeit von NachwuchswissenschaftlerInnen
Projektmitarbeiterin: Grit Laudel

Teilprojekt im VW-Verbund “Unabhängigkeit der Forschung” (2017-2019)

NachwuchswissenschaftlerInnen müssen unabhängig werden, um langfristige Forschungspläne realisieren zu können. Die drei Hauptformen von Karrieresystemen (Chair System, Lecturer System, Tenure-track-System) variieren hinsichtlich der Art und Weise und des Ausmaßes, in der sie unabhängige Forschung gewähren. Das Tenure-track-System scheint die beste Kombination von unabhängiger Forschung und informierter Selektion von ForscherInnen für permanente Positionen zu bieten. Jedoch mangelt es bisher an vergleichenden empirischen Untersuchungen, wie akademische Stellentypen und deren Einbettung in bestimmte Forschungssysteme solche Möglichkeiten schaffen. Das Ziel des Projektes ist es Mechanismen zu identifzieren, die die Unabhängigkeit der Forschung von NachwuchswissenschaftlerInnen in zwei Fachgebieten (AMO Physik und Theoretische Chemie) in vier Forschungssystemen (Deutschland, UK, Frankreich, USA) gewähren.

Probleme und Folgen von Arbeitslosigkeit in ForscherInnenkarrieren (FUFAF)
Projektmitarbeiter: Susanne Wollin-Giering
 
TU-Anschubfinanzierung (2017-2019)
 
Episoden von Arbeitslosigkeit in den Karrieren von ForscherInnen sind wenig erforscht. Nichtsdestotrotz deuten Einzelfallstudien immer wieder darauf hin, dass es sich um ein weit verbreitetes Phänomen handelt, welches in den unterschiedlichen Disziplinen unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Epistemische Eigenschaften der Forschung scheinen in unterschiedlichem Maße Einfluss auf das Vorkommen, die Länge sowie die Häufigkeit von Arbeitslosigkeitsphasen auszuüben.
Das Ziel ist es, im Rahmen der Anschubfinanzierung der TU einen Forschungsantrag zu erarbeiten, der wiederum der Frage nach der Häufigkeit und Struktur von Arbeitslosigkeit in der akademischen Karriere nachgehen soll, die Verbindung zur Disziplin herstellt und arbeitsinhaltliche Faktoren ermittelt, welche die Wahrscheinlichkeit, auch nach Phasen der Arbeitslosigkeit in der Wissenschaft zu verbleiben, erhöhen.

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